Der Imagefilm der Firma Sonopress (Landkreis Celle, Norddeutschland) zeigt detailliert und mit stolzem 80er/90er-Jahre-Industrie-Charme die komplette Fertigung einer Laserdisc – damals noch „die Bildplatte der Zukunft“.
Der Prozess beginnt mit dem Ausgangsmaterial: entweder 35-mm-Film oder Magnetbänder. Diese werden auf ein Masterband überspielt, dort geschnitten, korrigiert und für Bild und Ton optimiert.
Danach folgt der Kern der analogen-digitalen Übergangstechnologie: Auf ein präzises Glassubstrat wird eine Photoschicht aufgetragen. Ein blauer Laser belichtet diese Schicht punktgenau nach den Signalen des Masterbands – so entsteht die erste mikroskopisch genaue Informationsspur. Nach chemischer Entwicklung und Qualitätskontrolle wird die Glasvorlage mit Metall beschichtet.
Aus diesem „Master“ werden durch Galvanisierung (Elektroplattierung) stabile Matrizen hergestellt. In Reinraumbedingungen spritzgiesst man anschliessend die eigentlichen Hälften der Laserdisc (Seite A und Seite B getrennt). Diese Rohlinge erhalten im Vakuum eine hauchdünne Aluminiumschicht (Spiegelschicht), werden präzise aufeinandergeklebt, mit Etikett versehen und durchlaufen eine 100-prozentige Endkontrolle: Jede einzelne Scheibe wird abgespielt und auf Bild-, Ton- und mechanische Qualität geprüft. Erst dann gehen sie in die Schutzhüllen.
Der Film vermittelt eindrucksvoll, mit welchem technischen Aufwand und welcher Präzision Ende der 80er / Anfang 90er Jahre eine analoge High-End-Videoplatte produziert wurde – ein Zeitdokument aus der Ära kurz vor der DVD, das heute Retro-Charme und fast schon nostalgische Faszination für analoge High-Tech ausstrahlt.
Hier noch ein Video einer Jap. Produktion (Pioneer):
